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SCHMERZTHERAPIEZENTRUM |
Erfahrung schon seit 1983
BEINSCHMERZ
(chronischer Beinschmerz)
Hier können Sie Textteile überspringen und direkt zu folgenden Untertiteln gelangen: Schmerzen, die vom Ischiasnerv, N. femoralis oder vom Plexus lumbalis ausgehen, oder Blutgefäße betreffen. Zu den Behandlungsmaßnahmen gelangen Sie hier: Therapie
Ein Beinschmerz kann du rch unterschiedl ichste Erkrankungen hervorgeru fen werden. Der besseren Übersich t wegen werden d iese in vier Haup tgruppen unterteilt:
Chronischer Bei nschmerz bei dem der Ischias-Ner v (N. ischiadicus) einsch ließlich seiner End äste beteil igt ist, bzw. die Sch merzreizleitung ausschließlich oder überwiegend über diesen Nerv erfolg t
Chronischer Bei nschmerz bei dem der vordere Oberschen kelnerv (N. femoralis) einsch ließlich seiner Endäste beteilig t ist, bzw. die Schmerzreizleitung aussch ließlich oder überwiegend über d iesen Nerv erfolgt
Chronischer Bei nschmerz bei dem (an dere) Nerven des Plexus l umbalis (= Nervengeflecht dessen Wu rzeln dem Rückenmark der meh r oberen Lendenwirbelsäule en tstammen) beteilig t sind, bzw. die Sch merzreizleitung über diese Nerven erfolg t
Chronischer Bei nschmerz der von den Blu tgefäßen (Adern, Schlagadern) ausgeh t (z.B. ar terielle Verschlußkrankheit, arterielle Durch blutungsstörung).
andere Ursachen
Die einzelnen Schmerzformen
Zu 1:
Der Begriff "Ischialgie"
beschreibt einen Beinschmerz, der im Verlauf des
Isch
iasnervs (Gesäß,
rück
wärtiger
Oberschenkel,
äu
ßerer und hinterer
Unterschen
kel sowie
Fu
ß bis zur Großzehe vor) au
ftreten, wobei die Schmerzen aber nich
t den kompletten Nerven
verlauf umfassen müssen, son
dern
es können je nach Ursache auch nur einzelne Absch
nitte betroffen sein.
Eine der häufigsten Sch
merzursachen für einen Beinschmerz
im Ausbreitungs
gebiet des N. ischiadicus ist der pe
riphere
Projekt
ionsschmerz
(= mehr
oberflächliche Schmerzaus
strahlung bzw. Schmerzverlagerung) bei Affek
tionen
(= Störungen, Erkran
kungen)
der spinalen (= das
Rücken
mark betreffenden) Nerven
wurzeln
L4-S3. Eine
Ischialgie
au
fgrund dieser Schmerzursache geht meis
t, aber nicht zwingend, mit Schmerzen im
Lumbal
bereich
(Lumbalgie)
einher, in diesem Falle lau
tet die Diagnose dann Lum
boischialgie.
Die echte
Ischiasneu
ralgie (Isch
iadikus-Neuralgie),
als eigenständ
iges Krankheitsbild, gekennzeich
net durch häufige,
attacken
förmige
Beinschmerz
en von wenigen Sekunden Dauer en
tlang des
Nervenverlaufs ist sel
ten.
Nicht selten en
tsteht ein
Ischiasschmerz
in
folge von Verletzungen oder iatrogen
(= durch ärzt
liche Einwirkung verursach
t)
durch Operationen im Bereich der
Hü
fte und des
Oberschenkels. Meis
t bestehen dann Dauerschmerzen bzw.
l
änger anhaltende Sch
merzepisoden. Ein Beinschmerz kann auch durch fal
sch gesetzte Spritzen
ins
Gesäß en
tstehen.
Gefürch
tet sind dabei besonders Rheuma
mittel. Das Sch
merzbild ist dem einer
Kausalg
ie (Kom
plexes
regionales Schmerzsyndrom Typ II,
C
RPS Typ II)
(= typische
brennen
de Schmerzen bei einer
Nerven
verletzung)
ähnlich (bren
nender Schmerzcharakter mit
schmerz
haften Empfindungsstörungen).
Eine sch
merzhafte
Neuritis
(=
Nervenen
tzündung)
des
Ischias kann durch
die Zucker
krankheit (auch im Rahmen einer
Pol
yneuropathie)
oder auch durch Al
koholmißbrauch entstehen. Der l
änger anhaltende
Beinschmerz t
ritt bei dieser Ursache m
eist beidseitig auf.
Auch Vergiftungen mit einem Schwer
metall (z.B. Thall
ium, Blei, DDT)
können im Sin
ne einer Neuritis
zu einer
Isch
ialgie
und damit zu einem Beinschmerz führen. Typ
isch sind dabei
mo
tor
ische und sensible
(= die
Muskelkraf
t und die
Empfindung bet
reffende) Stö
rungen
oder gar Aus
fäl
le.
Isolierte
chron
ische Schmerzen im Bereich der
Un
terschenkelaußenseite und des
Fu
ßrückens können auf ein
Fibul
aköpfchen-Syndrom zurückzu
führen sein. Am Fibulaköpfchen
(= Köp
fchen des Wadenbeins)
liegt der N. peron
eus communis
(= ein Nervenas
t des
Ischias)
un
mittel
bar am
Knochen und kann
dort leich
t komprimiert werden, so z.
B. durch einen Gips
verband, oder durch
Brüche und Verren
kung in diesem Bereich. Für ein Fibula
köpfchen-Syndrom
sind nach un
ten ausstrahlende Schmerzen bei Dru
ck auf den Nerv hin
ter dem Köpfchen des Waden
beins
typisch.
Das subaku
te oder chronische Tibialis-anterior-Synd
rom, ebenfalls ein sog.
Kom
pressionssyndrom,
geht mit Schmerzen an der
Schien
beinvorderseite einher, verursach
t durch eine
Nervenkompression
in der Tibial
isloge
(= die sog. Streckerloge, ein Raum mi
t geringer Ausdehnungsmöglichkeit).
Das aku
te
Tibialis-anterior-Syndrom
ist ein Not
fall, der sofort operativ behandel
t werden muß (Drucken
tlastung durch
Spaltung der binde
gewebigen Muskelumhüllung).
Das vordere
Tarsaltunnelsyndrom
entsteh
t am
Fußrücken
durch Kom
pression des N. peroneus profun
dus
(= Nervenas
t des Ischias)
unter dem Ligamen
tum cruciatum
(= gekreuz
tes Bindegewebsband), so z.B. durch zu
en
ges Schuhwerk. Druck auf das Ligamen
tum verstärkt die Beschwerden am
Fu
ßrücken.
Das hintere
Tarsaltunnel-Syndrom,
eben
falls ein sog.
Nervenkompressionssyndrom, en
tsteht
durch eine Kom
pression zwischen Innenknöchel und Ret
inaculum flexorum
(= Halteband für die
Beugemus
kulatur zwischen Innenknöchel und Fersenbein). Ty
pischerweise treten Schmerzen und
Gefü
hlsstörungen an der
Fußsoh
le, vor allem
beim Gehen und nach
ts auf.
Die
Morton-Neuralgie, (Morton-Metatarsalg
ie)
eine sog.
Metatarsalgie
(=
Mittel
fußschmerz)
ist auf eine Neu
rombildung
(= gutartige Nervenauftreibung)
durch Druc
k auf die Nn. dig
itales II-IV (=
Nerven,
die die
Zehen
ver
sorgen) zurückzu
führen. Die
Patienten klagen über
bren
nende Schmerzen im Bere
ich der vorderen
Fu
ßsohle. Der
brennende Schmerzcharak
ter gibt An
laß zur Verwechslung
mit einer
Sym
pathalgie
(= Schmerzen au
fgrund einer
Reizung des un
willkürlichen Nervensystems).
Zu 2:
Irritationen und Schäd
igungen des vorderen Oberschen
kelnervs (N. femoralis)
können en
tsprechend dem ausgedehn
ten Versorgungsbereich zu vielfältigen
Beinschmerz
en führen.
Der Nerv versorg
t sensorisch (= die Empfindlichkeit be
treffend) die Vorderseite und die meh
r untere Innenseite des
Oberschen
kels sowie die mittlere
Kniereg
ion und streifenförmig die Hau
t an der inneren und vorderen Fl
äche des
Unterschenkels bis zum inneren
Fu
ßrand ((N. saphen
us
(= Endast des N. femoralis)).
Im Verl
auf des vorderen Oberschenkelnervs (N. femoral
is) gibt es aber bevorzug
te
typische Irritations- oder Schädigungs
lokalisationen:
Nervenwurzeln L1-L4 (= 1. bis 4. Lendenwirbelsäulensegmen t).
im Becken: Kom pression durch Tumore des Beckens u nd des weiblichen Genitale, Operat ionen wie Herniotomie (= Leis tenbruch-Operation), Hysterektomie (= En tfernung der Gebärmutter, TE P (= künstliches Hüftgelenk) und aorto femoraler Bypass (= künstliche Ge fäßverbindung zwischen der Bauch- und Oberschen kelschlagader), darüberhinaus Aneurys men (= krankhafte Wandausbuch tungen einer Schlagader), Einblutungen in folge einer Behandlung mit Marcu mar (= ein Mittel zur Blu tverdünnung) und Bestrah lungsfolgen.
Bereich des Ligamen tum inguinale (= Leistenband): Kom pression durch eine Schenkel hernie (= Leistenbruch)
Bereich des Kn iegelenks: Ergußbildung (Reizergu ß)
Tibialis-Logen-Syndrom (auch als Tibialis-an terior-Syndrom bezeichnet) - Dieses Kompartmentsyndrom (vorderes) bzw. Kompressionssyndrom geh t m it Schmerzen an der Schienbeinvorderseite ein her, verursach t durch eine Nerven kompression in der Tibialisloge (= die sog. St reckerloge, ein Raum mit geringer Aus dehnungsmöglichkeit). Am Unterschenkel kan n auch ein sog. laterales ode r auch hinteres Kompartmentsyndrom auft reten.
Zu 3:
Die
Meralgia paraesthetica
ist eine isol
ierte Neuritis
(=
Nervenen
tzündung)
des Nervus cutaneus femoris lateral
is und äußer
t sich in einem
Brennschmerz
und Empfindungsstörungen (Dysästhes
ien)
an der Oberschen
kelaußenseite sowie Druckschmerz ein
wärts vom vorderen
oberen
Darmbein
stachel.
Ursachen: mechan
isch (Kompressionssyndrom,
beding
t durch Druck un
ter dem
Leistenband oder auch Druc
k- oder Zugeffekte im Nerven
verlauf, v.a. am
Austrittsor
t aus dem Becken), toxisch
(= durch Gift
einwirkung verursacht)
z.B. bei Alkohol
ismus, infektiös (= durch
Ans
teckung verursacht) z.B. bei
Syph
ilis.
Beinschmerz in Folge einer
Nervens
törung
oder
Nervenschädigung
des obt
uratorius:
Entsprechend dem Versorgungs
gebiet treten Schmerzen und
Parästhes
ien
(= schmerzhafte
Mißempfindungen) im Bere
ich
des mehr un
teren und inneren
Oberschenkels mit Ausstrah
lung ins innere und untere
Kn
iegelenk auf. In seinem relativ achsen
nahen Verlauf
kann der Nerv durch benachbar
te Prozesse geschäd
igt werden: z.B.
Bandscheibenprol
aps
(=
Bandscheibenvorfall),
Stö
rungen im Bereich des M. psoas
(=
Mus
kel im
Becken) und P
rozesse im kleinen Becken.
Auc
h bei Becken
brüchen ist der Nerv gefährde
t.
Das sel
tene
Wartenberg-Syndrom
ist durch wandernde Beinschmerz
en gekenn
zeichnet, die im
Versorgungsbereich des N. obtu
ratorius (Oberschenkelinnenseite), N. cu
taneus
femoris lateralis (Oberschen
kelaußenseite) und N. femoral
is (vorderer Ober-
sowie in
nerer und vorderer Un
terschenkel)
auftreten. Typisch
erweise kommen Besch
werden in der oberen
Extrem
ität
(bevorzugt
Schul
ter und
Hand) hinzu.
Die Ät
iologie
(=
Ursache) und Pathogenese
(= En
tstehung / Entwicklung)
dieser wandernden
Polyn
euritis (= Entzündung meh
rerer
Nerven), auch als
Neuritis
mig
rans (=
wandernde
Nervenen
tzündungen)
bezeichnet, sind unbekann
t.
Zu 4:
Beinschmerz bei
venösen
(= die Adern bet
reffende) Erkrankungen:
Häufigste Störu
ng des venösen Systems ist d
ie chronisch venöse
Insuffizienz, eine venöse
Durch
blutungsstörung auf der Grund
lage einer
venösen Abf
lußstörung. Diese Stauung äußer
t sich in tagsüber zuneh
mendem
Schwere- und Schmerzgefühl so
wie in
Beinschwellungen. Eine venöse I
nsuffizienz liegt vor, wenn der Knöchel
umfang
morgens und abends um meh
r als 1,5 cm differiert. Bei der klinischen
Un
tersuchung fallen eine Varikosis
(= dich
tes Geflecht oberflächlicher Kram
pfadern), eine livide (= bläuliche, fahle) Ver
färbung
der Haut, Ödem (=
Sch
wellung) und Pigmen
tstörungen
auf. Bei weiterem For
tschreiten der Erkrankung kann es zu ausg
edehnten troph
ischen
(=
mit Zeichen einer Mangelernährung ein
hergehenden) Störungen mit
U
lcera cruris
(=
Beingeschwür,
offenes Bein)
kom
men, begleitet von hartnäckigen
Venen
schmerzen.
Häufiger ver
bleiben nach einer aku
ten Thrombophlebitis
(=
Venenen
tzündung
mit Verschluß durch Blu
tgerinnsel) oder Thrombose
(= Bildung von Blu
tgerinnsel)
hartnäckige und oft auch hef
tige
Venenschmerzen
auf
grund eines sog. postthrombotisches Syndroms
(=
Krank
heitszeichen die auf eine vorangegangene Throm
bose zurückzuführen sind).
Beinschmerz bei arteriellen
(= die Schlag
adern betreffende)
Erkrankungen:
Eine
arterielle
Durchblutungsstörung kan
n sowohl organ
isch
(= als Erkrankung die Blut
gefäße selbst betreffend)
als auch funkt
ionell-vasospastisch
(= überschießende Gefäß
verengung)
bedingt sein. Dabe
i sind fließende Über
gänge wie beim
Ergotismus
(siehe un
ten) oder d
em
Morbus Raynaud
(auch als
Ra
ynaud-Syndrom,
vasospast
isches Syndrom
oder
Ischaem
ie-Syndrom bezeichnet, siehe un
ten) möglich.
Die Symp
tome
(=
Krankheitszeichen) der
organ
ischen arteriellen Durchblutungs
störungen hängen
vom Ausmaß der Stenos
ierung
(= Veren
gung) ab,
aber auch davon, w
ie rasch sich diese entwickel
t, denn bei langsamem
Fort
schreiten können sich Kol
lateralen
(= Gefäße, die eine Veren
gung umgehen)
bilden.
Deshalb reicht die kl
inische Symptomatik
(= Krank
heitszeichen) von einer unbest
immten Mißempfindung in den Beinen ü
ber die klass
ische
Claudicatio intermittens
(=
Schaufensterkrankheit)
bis zu heft
igsten akuten Schmerzen, verursach
t durch eine Embolie
(= plöt
zlicher Gefäßverschluß).
Bei Belastung zu
nehmende Schmerzen, Bl
ässe und
Untertemperatur der Hau
t, abgeschwächte oder fehlende perip
here Pulse und
Neigung zu Nek
rosen
(= abgestorbenes Gewebe)
(hpts.
Fü
ße oder
Hände) sind die
charakteristischen Merk
male.
Patienten mit einem Beinschmerz bei
obliterierender
Atherosklerose (= zum Ver
schluß führende Verhär
tung des
Gefäßbindegewebes) we
isen in der
Regel die bekann
ten Herz-Kreislauf-Risikofaktoren wie Nikot
inmißbrauch,
hoher Blutdruck und Fettstof
fwechselstörungen auf. Man
ifestiert sich die
Krankheit in rel
ativ jugendlichem Alter, vor allem bei Männ
ern, muß bei
exzessivem Nikot
inmißbrauch an eine
Thrombangitis obliterans
(= Blutgefäßwanden
tzündung, die zum Verschluß führ
t)
gedacht werden. Ätiolog
isch
(= bezüglich einer Ursache) wird eine Auto
immunreaktion
( = gegen körpereigene S
toffe gerichtete Antikörper)
vermu
tet.
Arterielle
Durch
blutungsstörungen bei Diabetikern sind meis
t mit einer
Polyneuropathie
kombinier
t, die sehr häufig im Vordergrund steh
t. Sie äußer
t sich zunächs
t
in Kribbelparästhesien
(= k
ribbelnde, z.T. auch schmerz
hafte Mißempfindungen), später in bren
nenden
Schmerzen, oft sockenförmig und sch
ließlich in
Hypästhesie (= herabgesetzte Empf
indlichkeit).
Beim
Morbus Raynaud
bzw. dem Ray
naud-Syndrom,
das häuf
ig bei Kollagenosen (z.B. Skl
erodermie)
(= verhärtende
Bindegewebsveränderungen)
auf
tritt, führen Gefäßspasmen zu einer Un
terbrechung der Blutzufuhr
einzel
ner Glieder
und damit zu Schmerzen, bevorzug
t in den
Beinen,
in sch
weren Fällen sind auch Ne
krosen
(= Absterben von Körpergewebe)
mögl
ich.
Schmerzen in den Ar
men oder
Beinen
wie bei der
Versch
lußkrankheit
(arterielle
Verschlußkrankheit), die bei ü
blicherweise fehlenden
Risikofak
toren vor allem von Frauen im j
üngeren oder mittleren Al
ter
angegeben werden, könn
en Folge eines
Ergotismus
(= Vergif
tung durch "Mutterkorn")
sein. Des
halb ist die Frage nach einer Mig
räne-Vorgeschichte mit
Mißbrauch von Ergotam
in
(= ein Mittel
gegen den aku
ten
Migräneschmerz)
zw
ingend.
Zu 5:
Auch der relativ sel
tene Morbus Sudeck (auch als
Sudec
k Krankheit,
Sudeck Dystroph
ie,
CRPS TYP I,
kom
plexes regionales
Schmerzsyndrom Typ I oder
Al
godystrophie
bezeichnet) kann, obwoh
l zunächst lokal begrenz
t, im weiteren Verlauf zu einem
hef
tigen Beinschmerz führen. Gleiches gil
t für
Affektionen (=
Störungen/Erkran
kungen) des
Kniegelenks).
Behandlung bei einem Beinschmerz:
Je nach Ursache der Beinschmerz en gibt es of t eine auf die Grund krankheit abgestimmte Therapie (z.B. optimier te Zuckereinstellung bei diabe tischer Polyneuropathie). Häufiger reich t diese aber nicht aus, um das Haup tproblem, näml ich den Beinschmerz, zu beherrschen. Dann sind all gemeine schmerztherapeutische Behand lungsmethoden gefragt, die of t bei verschiedenen Grund krankheiten die gleichen sind, da sie sich nac h den Schmerzen und deren Ausdeh nung und nicht mehr vorrang ig nach der Ursache rich ten. Ein Dauerschmerz erforder t praktisch immer eine Kom bination von verschiedenen Therapieverfahren. Die auch für Beinschmerz en üblichen Therapieverfahren der Speziellen Schmerz therapie sind:
*
Bei der so
g. kontinuierlichen Blockade mit Katheter w
ird
vorübergehend (z.
B. 10-14 Tage l
ang) ein dünner
Kuns
tstoffschlauch dicht an Nervengeflech
te bzw. den betroffenen
Nerven
eingepflanz
t. Die Einpflanzung erfolg
t durch eine handelsübliche Kanü
le
hindurch, es muß also nich
t "aufgeschnitten" werden. In der Fol
ge wird über
diesen Katheter mehr
mals täglich, je
weils nach Abkl
ingen der voran
gegangenen
Dosis, das örtl
iche Betäubungsmittel völlig sch
merzlos nachgespritzt. In
bes
timmten Fällen kann zur Verab
reichung des örtlichen Betäubungsm
ittels durch
den Katheter hin
durch auch eine kleine Pum
pe angeschlossen werden. Das
Lokalanästhet
ikum (=
ör
tliche Betäubungsmittel) wird bei dieser Behand
lung so dosiert, dass die
grobe Kraft erhal
ten bleibt (bei gleichzeitiger Hem
mung der
Schmerzreizleitung), dam
it begleitend krankengymnastische Übungsbehand
lungen
möglich bleiben. Dass d
ie schmerzlindernde Wirkung i.
d.R. über die eigen
tliche
Behandlungszeit hinaus anhäl
t, ist u.a. darauf zurückzu
führen, daß bei dieser
Blockade
behandlung auch die sog. vegetat
iven
Nerven
betroffen sind, wor
aus
eine sehr deu
tliche Durchblutungssteigerung resultier
t. Dies ist der Grun
d,
warum diese Behandlungs
methode besonders bei Schmerzen, d
ie auf eine
verm
inderte Blutversorgung, auf en
tzündliche oder auch dege
nerative Prozesse
zurückzu
führen sind, hilfreich ist.
Nach neueren Erkenn
tnissen kann diese in
tensive Blockadetherapie das sog.
Sch
merzgedächtnis löschen.
Wenn ein chron ischer Beinschmerz längerfris tig besteht, so ist davon aus zugehen, daß bereits ein Chron ifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stad ieneinteilung) vorliegt. In diesen Fäl
len ist i.d.R. eine rein som atische (= körperliche) Schmerzbehandlung nich t mehr ausreichend, son dern es muss auch eine psycholog ische Schmerzbehandlung bzw. spez ielle Schmerzpsychotherapie er folgen, was aber ambul ant kaum möglich ist, weil es nu r ganz wenige n iedergelassene Psychologen gib t, die eine solche Weiterbildung absol viert haben.
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